88 Problemstuten: 7 Kliniken, 14 Tierärzte und eine Diagnostik, die alles verändert
In der Pferdezucht gibt es kaum etwas Frustrierenderes als eine gesunde Stute, die einfach nicht tragend wird. Jahrelang standen Tierärzte und Züchter vor diesen unerklärlichen Fällen: normale Zyklen, unauffällige Kulturen, kein Flüssigkeitsnachweis, korrektes Timing. Und dennoch: negative Trächtigkeitsuntersuchungen.
Eine neue multizentrische Studie an 7 Kliniken mit 14 beteiligten Tierärzten bringt nun Hoffnung — und einen Durchbruch.
Die Studie
Achtundachtzig Problemstuten mit wiederholten erfolglosen Bedeckungen wurden ausgewählt. Alle waren mit Standardmethoden als klinisch unauffällig eingestuft worden. Doch als die Tierärzte bActivate einsetzten — ein diagnostisches Wachstumsmedium zur Reaktivierung ruhender Erreger im Uterus — änderte sich alles.
Vor der Behandlung:
- Alle Stuten wiesen negative Uteruskulturen auf, ohne erkennbare Pathologie
Nach Aktivierung mit bActivate:
- Verborgene Bakterien erschienen in den Kulturen vieler Stuten
- 82 % der identifizierten Erreger waren beta-hämolysierende Streptokokken
- 91 % dieser Stämme waren empfindlich gegenüber Penicillin — was die Behandlung einfach machte
Nach der Behandlung:
- 65 von 88 Stuten konzipierten (74 %)
- 61 waren an Tag 45 weiterhin tragend (70 %)
Diese Stuten waren nicht infertil. Sie hatten unerkannte chronische Infektionen — die endlich ans Licht kamen.
Warum das wichtig ist
Ruhende Infektionen lassen sich mit herkömmlicher Diagnostik nicht finden. Sie verbergen sich tief im Endometrium, metabolisch inaktiv und nicht nachweisbar — bis etwas sie reaktiviert. Genau das leistet bActivate. Es macht das Unsichtbare sichtbar.
Was das für Praktiker bedeutet
Tierärzte: Diese Studie zeigt, wie diagnostische Aktivierung mit bActivate die Ergebnisse in Ihren schwierigsten Fällen deutlich verbessern kann. Schnell, risikoarm und wirksam.
Stutenbesitzer: Wenn Ihre Stute trotz scheinbar normaler Befunde immer wieder güst bleibt, fragen Sie Ihren Tierarzt, ob bActivate das fehlende Puzzleteil sein könnte.
Autoren der Studie
Diese Studie wurde durchgeführt von M.R. Petersen, J.M. Nielsen, H. Lehn-Jensen und A.M. Bojesen.
Prof. Anders Miki Bojesen, Universität Kopenhagen
LinkedIn – Prof. Anders Miki Bojesen
Dr. Morten Rønn Petersen, Klinische Reproduktions- und Fertilitätsforschung
LinkedIn – Dr. Morten Rønn Petersen
Hören wir auf, sie güste Stuten zu nennen. Fangen wir an zu sehen, was wirklich da ist.